** Glossar

Accessibility
Zugänglichkeit. Gestaltung einer Website, sodass sie Benutzern in so hohem Masse wie möglich zur Verfügung steht, auch wenn sie Einschränkungen irgendeiner Art (z.B. Sinnes- und/oder Körperbehinderungen) unterliegen.
Accesskeys
Accesskeys sind Tastaturkombinationen für die Bedienung einer Website. Accesskeys können z.B. eingesetzt werden, um direkt zum Inhalt oder direkt auf eine Seite, beispielsweise zur Sitemap, zu springen.
Ajax
ist ein Apronym für die Wortfolge „AsynchronousJavaScript and XML“ und bezeichnet ein Konzept der asynchronen Datenübertragung zwischen einem Server und dem Browser, das es ermöglicht, innerhalb einer HTML-Seite eine HTTP-Anfrage durchzuführen, ohne die Seite komplett neu laden zu müssen. Dabei werden nur gewisse Teile einer HTML-Seite oder auch reine Nutzdaten sukzessiv bei Bedarf nachgeladen, womit Ajax eine Schlüsseltechnik zur Realisierung des Web 2.0 darstellt. Bisher galten Ajax Anwendungen im Zusammenhang mit Accessibility als problematisch, weil Screenreader und andere assistive Technologien diese Techniken nicht entsprechend unterstützen und beim automatischen Neuaufbau einer Seite nicht aktiv auf die Aktualisierungen des Seiteninhalts reagieren.
Akronym
ist ein Sonderfall der Abkürzung. Es gibt zwei konkurrierende Definitionen des Begriffs: Der Duden (deutsches Universalwörterbuch, Mannheim 2005) definiert ein Akronym als Kunstwort, das aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter zusammengesetzt ist. Eine ebenfalls verbreitete Bedeutung definiert Akronyme als Abkürzungen, die als eigenes Wort gesprochen werden, zum Beispiel „AIDS“. Akronyme werden im HTML Code als solche ausgezeichnet, um die Abkürzungen beim Drüberfahren mit der Maus oder für das Auslesen mit einem Screenreader verständlich zu machen.
Alt-Attribut und Alt-Text
dient der Kurzbeschreibung von Grafiken, indem es einen alternativen Text (Alt-Text) zur Verfügung stellt. Denn blinde BenutzerInnen oder BenutzerInnen von Textbrowsern können keine Grafiken sehen. Deshalb muss für alle Sinn tragenden Grafiken im "alt"-Attribut ein aussagekräftiger Alternativtext hinterlegt werden. Dieser Text kann anstelle der Grafik von Screenreadern ausgegeben oder in Textbrowsern angezeigt werden. Für ein barrierefreies Design bietet sich für Bilder auch das LONGDESC Attribut an. Mit diesem LONGDESC wird per Hyperlink auf eine Stelle verwiesen, wo eine längere und genauere Beschreibung der Grafik in Textform gegeben wird.(Die Browser-Unterstützung für LONGDESC ist aber mangelhaft.)
Applet
Ein Applet ist ein Programm welches in einem anderem Programm wie z.B. einem Web Browser läuft. Das Applet startet, wenn die Seite geladen wird, welche das Applet enthält.
Apronym
bezeichnet ein Akronym, das ein bereits existierendes Wort ergibt, zum Beispiel Ajax.
Assistive Technologien oder Assistierende Technologien
ist der Sammelbegriff für unterstützende Computertechnologien wie Screenreader, Spracheingaben, Vergrößerungssoftware, Bildschirmtastatur usw. Im österreichischen Sprachraum wird auch der Begriff Assistierende Technologien verwendet.
Audiodeskription
ist ein Verfahren, bei dem ein Film zu einem Hörfilm gemacht wird. Dabei werden in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung, sowie Gestik, Mimik und Dekors beschrieben. Diese Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen und eröffnen somit blinden und sehbehinderten Menschen einen direkten Zugang zur Bilderwelt eines Films.
Aural
beschreibt ein Ohrsignal, das Gehör betreffende Wahrnehmungen. Der Parameter aural in einem Stylesheet reguliert die medienspezifische Gestaltung für aurale Ausgabegeräte (z. B.Screenreader). Für blindenschriftfähige Ausgabegeräte wird der Parameter braille und für blindenschriftfähige Drucker der Parameter embossed verwendet. (Die Browser-Unterstützung für aurale Stylesheets ist noch mangelhaft.)
Autorenwerkzeuge
sind Programme, mit denen Internetseiten oder andere Veröffentlichungen erstellt werden. Das können einfache Texteditoren sein, die zum Beispiel den HTML-Quelltext farblich darstellen. Andere Autorenwerkzeuge sind so genannte "What You See Is What You Get"-Editoren (WYSIWYG), wie zum Beispiel Dreamweaver oder Frontpage, die grafische Oberflächen zum Quelltext einer Webseite bieten. Auch Content-Management-Systeme (CMS) werden als Autorenwerkzeuge bezeichnet.
Autoresponder
Ein Autoresponder ist eine Anwendung welche ausgelöst wird, wenn ein Nutzer E-Mails an eine bestimmte Adresse schickt oder Web-Formulare abschickt. Sie senden automatisch generierte E-Mails an den Absender.
Banner blindness
Bannerblindheit. Ein Banner ist ein Bild welches auf einer Webseite zu Werbezwecken angezeigt wird. Bannerblindheit beschreibt den Zustand von Leuten die Elemente der Webseite ignorieren die Bannern ähneln. Zum Beispiel ignorieren Leute Inhalte einer Seite weil sie ähnliche Größen wie Banner haben oder sehr bunt sind.
Barrierefreiheit
Siehe Accessibility
BIENE
steht als Abkürzung für "Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten" und ist eine Auszeichnung für barrierefreie Webangebote im deutschsprachigen Raum, in den Kategorien E-Business, E-Government / E-Democracy, Kultur und Gesellschaft, Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie Medien. Der BIENE-Wettbewerb wird von der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen ausgeschrieben.
Bildschirmlupe
Ein Bildschirmvergrösserungsprogramm ist ein Programm, welches einen Teil des Bildschirminhalts stark vergrössert darstellt und damit diesen Inhalt für sehbehinderte Personen lesbar macht. Ein verbreitets Produkt ist ZoomText.
BITV
steht als Abkürzung für „Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung“, die in Deutschland die Umsetzung von § 11 BGG (Behindertengleichstellungsgesetz) zur Barrierefreien Informationstechnik regelt. Die BITV besagt, dass die (unmittelbaren und mittelbaren) Bundesverwaltungen ihre Internetauftritte barrierefrei zu gestalten haben.
Blog
Ein Blog (ein zusammengesetztes Wort aus "Web" und "Logbuch") ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Neue Einträge stehen an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.
Braillezeile
ist ein technisches Hilfsmittel für den Computer, das den Bildschirminhalt mit Hilfe einer Software in Braille wiedergibt. Sie besteht aus Braillemodulen, mit denen blinde Menschen den Bildschirminhalt in Punktschrift Stück für Stück auslesen. Die Braillezeile wird über eine Schnittstelle an den PC angeschlossen und ist ein flaches Gerät, das meist unter der Tastatur liegt. Auf einer Leiste erheben sich Stifte, die die Buchstaben darstellen. Mittels Cursor Routing kann der/die UserIn die Schreibmarke mit einem Tastendruck an die gewünschte Stelle setzen. Die Navigationam Bildschirm erfolgt mit Funktionstasten oder Tastenkombinationen. Nichtsehende Menschen arbeiten meist in einer Kombination aus Braillezeile und Sprachausgabe.
Breadcrumb Navigation oder Brotkrümel Navigation
Bezeichnung für eine Art der Navigation auf Websites, welche die Hierarchie widerspiegelt und den BenutzerInnen damit eine zusätzliche Orientierungshilfe bietet. Der Name "Breadcrumb-Navigation" wurde in Anlehnung an das Märchen Hänsel und Gretel gewählt, in dem die in den Wald geführten Kinder Brotkrümel (englisch breadcrumbs) auf den Weg streuen, um den Weg zurück zu finden.
Browser
ist ein Programm, das Internetseiten anzeigt. Bekannte Browser sind zum Beispiel der Microsoft Internet Explorer, Firefox und Opera. Es gibt aber auch rein textbasierte Browser, die keine Grafiken darstellen können. Der bekannteste Textbrowser ist Lynx. Textbrowser sind eine gute Möglichkeit, Internetseiten unter etwas eingeschränkten Bedingungen zu betrachten, die denen eines Screenreaders näher kommen.
CAPTCHA
ist ein Akronym für "Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart". Wörtlich übersetzt bedeutet das "Vollautomatischer öffentlicher Turing-Test, um Computer und Menschen zu unterscheiden".CAPTCHAs werden verwendet, um sicherzustellen, dass nur Menschen und keine programmierten Bots bestimmte Dienste im Web nutzen können . Grafische CAPTCHAs (ohne akustische oder textliche Alternativen) sind für NutzerInnen mit Screenreader nicht barrierefrei zugänglich, da sie als Bilder nicht auslesbar sind.
Card-Sorting
bezeichnet ein Verfahren, mit dem logische und benutzerfreundliche Navigations- oder Menüstrukturen entwickelt werden können. Das Ziel des Verfahrens besteht darin, einen benutzerfreundlichen und leicht verständlichen Aufbau mit logischer Struktur, zu erstellen, das von den Endkunden gleichermaßen akzeptiert wird. Beim Card-Sorting werden repräsentativen Testpersonen Karten (Cards) mit allen Menüpunkten gegeben. Die Aufgabe der Testpersonen besteht nun darin, diese Menüpunkte in ihrer Meinung nach sinnvolle Obermenüpunkte einzusortieren. Dabei können verschiedene Abstufungen von Freiheitsgraden vorgegeben werden: Tester müssen Anzahl und Namen der Oberbegriffe selbst festlegen, Tester legen Namen der Oberbegriffe selbst fest, Tester ordnen die Kärtchen den festgelegten Oberbegriffen zu, die am ehesten passend erscheinen.
CMS
steht für Content-Management-System (übersetzt etwa Inhaltsverwaltungssystem), mit denen Webauftritte strukturiert und verwaltet werden. Gute CMS unterstützen zudem den Erstellungsprozess von Webinhalten basierend auf der Trennung von Inhalt und Struktur, einer der grundlegenden Voraussetzungen für Accessibility.
CSS
ist die Abkürzung für "Cascading Style Sheets", mit denen die grafische Gestaltung eines Internetauftritts festlegt wird – zum Beispiel die Farben, Schriftarten, Schriftgrößen, Textformatierungen wie „fett“ oder „kursiv“ oder die Positionierungen von Seitenelementen. Für die Barrierefreiheit von Internetseiten ist CSS hilfreich und wesentlich, da sich damit Inhalt und Gestaltung trennen lassen. HTML ist für die Struktur und den Inhalt einer Webseite zuständig, CSS dagegen für das Aussehen. Eine gute HTML-Datei enthält keinerlei Angaben zu Farben, Schriftarten oder Positionierungen, sondern nur sauber strukturierte Inhalte – zum Beispiel Überschriften, Absätze und Listen. Wie diese Überschriften, Absätze und Listen im Browser aussehen sollen, steht in einem zugeordneten Stylesheet (das ist meist eine separate CSS-Datei). Eine gut aufgebaute HTML-Seite kann auch ohne Stylesheet genutzt werden. Dann fällt zwar die gesamte optische Gestaltung weg, alle Inhalte bleiben aber in einer sinnvollen Reihenfolge lesbar. Außerdem können BenutzerInnen das Aussehen von CSS-basierten Web seiten ihren Bedürfnissen entsprechend anpassen. So kann etwa ein sehbehinderter Benutzer, der mit der Farbkombination eines Internetauftritts nicht gut zurecht kommt, die Farben mit einem eigenen Stylesheet überschreiben.
Doctype
Der Dokumenttyp definiert, welche HTML-Version (z.B. HTML 4.01 Strict oder XHTML 1.0 Transitional) verwendet wurde.
Easy to Read oder Leicht Lesbar
Methode, um Informationen in leichter verständliche Sprache zu übersetzen. Easy to Read wurde entwickelt, um Inhalte Personen zugänglich zumachen, die Lernschwierigkeiten haben und über ein geringes Sprachverständnis oder Lesevermögen verfügen. Beim Erstellen von leicht lesbaren Texten ist auf eine verständliche, aber nicht kindliche Sprache zu achten. Wichtig ist auch die Art der Präsentation. Gut strukturierte Texte in kleinen Einheiten und die Verwendung von veranschaulichenden Bildern und Symbolen erleichtern die Lesbarkeit. Das Internet und andere multimediale Technologien bieten sich an, vielfältige Möglichkeiten der Darstellung zu nutzen.
Farbinvertierung
Mit "invertierten" Farben oder der "inversen Farbdarstellung" ist die Farbumkehr gemeint. Bei der Farbumkehr werden die tatsächlichen Farben einer Seite "umgekehrt" dargestellt. Das heißt, ein ursprünglich heller Hintergrund wird dunkel und ehemals dunkle Schriftfarben werden hell angezeigt. Sehbehinderte Personen wählen diese Darstellungsformen häufig, weil sie ihnen die Lesbarkeit erleichtert. Voraussetzung hierfür ist eine kontrastreiche Farbzusammenstellung.
Framework
Ein Framework ist selbst noch kein fertiges Programm, sondern stellt den Rahmen zu Verfügung, innerhalb dessen der/die ProgrammiererIn eine Anwendung erstellt. Ein Framework gibt somit in der Regel die Anwendungsarchitektur vor.
Grafischer Link
Grafiken, die verlinkt sind. Grafische Links benötigen ein Alt-Attribut, welches Informationen zum Linkziel oder zur Funktion des Links enthält.
HTML
HTML (Hypertext Markup Language) ist ein Dokumentenformat zur Auszeichnung von Hypertext im World Wide Web und wurde 1989 von Tim Berners-Lee am CERN in Genf festgelegt und 1994 veröffentlicht.
HTTP
steht für "Hyper Text Transfer Protocol" und ist ein standardisiertes Protokoll zur Kommunikation zwischen Web-Server und Browser.
Hyperlink
ist ein Verweis von einem Quell- zu einem Zielanker, von einem Dokument zu einem anderen (externer Link) oder von einer Stelle in einem Dokument zu einer anderen im selben Dokument (interner Link), der über einen Computer effizient verfolgt werden kann.
Internet Relay Chat (IRC)
bezeichnet ein etabliertes, rein textbasiertes Chat-System. Es ermöglicht Gesprächsrunden mit einer beliebigen Anzahl von TeilnehmerInnen in so genannten Channels (Gesprächskanal), aber auch Gespräche zwischen zwei Teilnehmenden.(Query).
JavaScript
Clientseitige Skriptsprache, die dazu entwickelt wurde, Webseiten dynamisch zu gestalten. Erweiterung von ECMAScript. JavaScript kann den Zugriff mit assistierenden Technologien behindern. Deshalb sollte eine Website ohne JavaScript noch bedienbar sein. Die Programmiersprache Java ist nicht damit verwandt.
JAWS
Job Access With Speech. Screenreader der Freedom Scientific GmbH, der eine Sprachtechnologie einsetzt, die auf der Grundlage des Windows-Betriebssystems den Einsatz aller gängigen Softwareanwendungen und den Zugang zum Internet möglich macht. Verwendet eine integrierte Sprachausgabe, um den aktuellen Bildschirminhalt wiederzugeben. Gleichzeitig kann die Ausgabe auf einer Braillezeile erfolgen.
Label
Das HTML-Attribut "label" dient dazu, Formularfelder mit den dazu gehörenden Beschriftungen zu verknüpfen.
Layoutgrafiken
Layoutgrafiken dienen ausschliesslich dem Design einer Website und haben keine inhaltliche Bedeutung. Layoutgrafiken sind mit einem leeren Alt-Attribut [alt=""] zu ergänzen.
Layouttabellen
Layouttabellen sind HTML-Tabellen, die zur Darstellung von Spalten und zur Positionierung von Elementen verwendet werden. Layouttabellen sollten vermieden werden. Für die Darstellung des Designs sollte CSS und für den strukturierten Inhalt sollte HTML verwendet werden.
Linearisierbarkeit oder Linearisierung
In einem grafischen Browser können die Elemente einer Webseite auf der gesamten zur Verfügung stehenden Fläche sowohl nebeneinander als auch untereinander angeordnet werden. Screenreader und Textbrowser können Inhalte aber immer nur nacheinander ausgegeben. Dazu müssen diese natürlich in eine bestimmte Reihenfolge gebracht werden. Diesen Vorgang nennt man Linearisierung. Dabei werden die Inhalte einer Webseite in der Reihenfolge ausgegeben, wie sie im Quellcode stehen. Tabellen werden demzufolge Zeile für Zeile von links nach rechts ausgegeben.Als linearisierbar bezeichnet man Webseiten und Tabellen, wenn die Lesereihenfolge der linearisierten Ausgabe (also die Ausgabe eines Screenreaders oder eines Textbrowsers) Sinn macht und für den Benutzer verständlich ist. Linearisierbarkeit ist ein sehr wichtiges Kriterium für Barrierefreiheit.
Linkziel
Das Linkziel ist das Ziel oder die Funktion eines Links. Linkziele sollten immer auch unabhängig vom Kontext verständlich sein. Unklare Linkziele sind z.B. "mehr", "weiter", "Artikel lesen" usw.
Listen
Listen sind HTML-Elemente zur Definition von Listen (Tags = ul, ol, li).
Longdesc
Longdesc ist ein HTML-Attribut, mit dem eine ausführliche Beschreibung für ein grafisches Element angegeben werden kann. Beispielsweise kann über ein Longdesc ein Organigramm für blinde Menschen beschrieben werden.
Markup Language oder Auszeichnungssprache
Eine Markup Language (Auszeichnungssprache) dient zur Beschreibung der Daten und teilweise des Verfahrens, das zur Bearbeitung dieser Daten nötig ist. Bei einer Auszeichnungssprache werden die Eigenschaften, Zugehörigkeiten und Verfahren von bestimmten Wörtern, Sätzen und Abschnitten eines Textes beschrieben bzw. zugeteilt, meist indem sie mit Tags markiert werden.
Mashup
kommt von engl. „to mash“ (vermischen) und bezeichnet die Erstellung neuer Inhalte durch die nahtlose (Re-)Kombination bereits bestehender Inhalte. Inhalte des Webs, wie Text, Daten, Bilder,Töne oder Videos, werden neu kombiniert. Dabei nutzen die Mashups die offenen Programmierschnittstellen (APIs), die andere Web-Anwendungen zur Verfügung stellen. (Wikipedia)
Mikroformate
(engl. Microformats) sind im Wesentlichen Formate zur "Feinstrukturierung“ von Webseiten. Dabei werden (X)HTML-Dokumente menschen- und maschinenlesbar durch zusätzliche Informationen ergänzt, indem Elementen an den richtigen Stellen class-,rel- oder rev-Attribute mit festgelegten Werten zugewiesen werden. Benutzerprogramme können diese Auszeichnungen leicht aus Webseiten extrahieren und weiteren Programmen (etwa Suchmaschinen) die spezielle Bedeutung der entsprechenden Inhalte zugänglich machen. Mittlerweile gibt es Mikroformate zur Auszeichnung von Veranstaltungen, Kontaktinformationen, sozialen Beziehungen, Lizenzbestimmungen, Lesezeichen und viele mehr.
PDF
Das Portable Document Format (PDF) ist ein Dateiformat, das von der Firma Adobe Systems entwickelt und 1993 mit Acrobat 1 veröffentlicht wurde. Ähnlich wie in HTML gibt es zugängliche und nicht zugängliche PDF-Dokumente.
Plug-in
(auch Plugin) kommt von engl. „to plug“ (einstöpseln, anschließen) und ist als "Erweiterungsmodul“ ein Computerprogramm, das in ein anderes Softwareprodukt "eingeklinkt“ wird. Es ergänzt dabei die Software, anders als ein Add-on stellt es jedoch eine eigenständige Software dar. Softwarehersteller definieren Schnittstellen zu ihren Produkten, mit deren Hilfe Dritte Erweiterungen (Plug-ins) für diese Softwareprodukte programmieren können. Das Plug-in erweitert dann die Funktionalität dieses Softwareprodukts. Weit verbreitete Beispiele für Plug-ins sind etwa der Flash Player oder das Java-Plug-in für die verschiedenen Webbrowser.
Quellcode
(auf engl. Source Code) ist der Programmcode eines Programms oder einer Webseite.
RSS
ist die Abkürzung für "Really Simple Syndication“ (wahlweise auch für "Rich Site Summary“ oder "RDF Site Summary“) und steht für eine einfache Möglichkeit, über neue Meldungen auf verschiedenen Webangeboten informiert zu bleiben, ohne immer wieder alle einzelnen Websites direkt aufrufen zu müssen. RSS können entweder über Browser wie Internet Explorer oder Firefox genutzt werden oder über RSS-Leseprogramme wie zum Beispiel FeedReader für Windows oderNetNewsWire für Mac OS X.
Screenreader
Bildschirmleseprogramm, das vor allem von blinden und stark sehbehinderten Menschen eingesetzt wird. Es liest aus, was auf dem Bildschirm dargestellt wird. Diese Information kann über eine Sprachausgabe als gesprochene Sprache oder über eine Braillezeile als Brailleschrift ausgegeben werden. Ein verbreiteter Screenreader ist JAWS.
Semantik
Die Semantik (Bedeutungslehre) ist das Teilgebiet der Sprachwissenschaft (Linguistik), das sich mit Sinn und Bedeutung von Sprache beziehungsweise sprachlichen Zeichen befasst. Im Internet umfasst Semantik unter anderem Strukturinformationen wie z.B. Überschriften oder Listen.
SMIL
steht für „Synchronized Multimedia Markup Language“. Das ist ein vom W3C entwickelter XML-Dokumenttyp für zeitsynchronisierte, multimediale Inhalte. SMIL ermöglicht die Einbindung und Steuerung von Multimedia-Elementen wie Audio, Video, Text und Grafik in Webseiten. SMIL-Dateien können mit Java-Applets und –Servlets oder CGI-Skripten verknüpft werden.
Sprungmarke
Mit Sprungmarken ("Skiplinks“) wird die Navigation vereinfacht. Für die BenutzerInnen von Textbrowsern, Tastatur und Screenreadern sind Sprungmarken eine zusätzliche Hilfe zur schnellen Seitennavigation. Mit einem Skiplink, der direkt zum Inhalt führt, können Bereiche wie die Navigation übersprungen werden. Gerade wenn die Webseite regelmäßig besucht wird, braucht sich der/die Screenreader-NutzerIn nicht immer die Navigation vorlesen lassen.
Standardkonformität
bedeutet, dass ein Webangebot den Vorgaben des W3C folgt. Dieses Konsortium legt Standards für Techniken im Web fest. Standardkonforme Webseiten erfüllen die vom W3C festgelegten Regeln der Sprache HTML. Sie sind valide, sie verzichten auf den Gebrauch veralteter Elemente und ihr Layout basiert nicht auf Tabellen. Die zentrale Idee der neueren HTML- oder XHTML-Versionen ist die Trennung von Inhalt und Darstellung. Diese Trennung ist auch die Grundidee des barrierefreien Webdesigns. Die Darstellung der Inhalte ist variabel, die Inhalte können zum Beispiel vergrößert oder in anderen Farben ausgegeben werden. Auch die für blinde Benutzer wichtige Vorlesbarkeit von Webseiten basiert auf der Trennung von Inhalt und Darstellung.
Stylesheet
Das Aussehen eines Dokuments wird in einer separaten Datei, dem so genannten Stylesheet, festgelegt. Dies verbessert die Anpassungsfähigkeit des Layouts an das jeweilige Ausgabegerät. Siehe CSS
Tabben
ist ein alltagssprachliches Wort dafür, dass ein/e BenutzerIn mit der Tabulatortaste die Links auf einer Webseite nacheinander ansteuert.
Tags
(engl. Für Etikett, Markierung) werden in Auszeichnungssprachen wie (X)HTML oder XML genutzt, um Daten auszuzeichnen und zu strukturieren. So wird beispielsweise in einem HTML-Text der Anfang eines Absatzes mit dem öffnenden Tag <p>, das Ende mit dem schließenden Tag </p> gekennzeichnet. Es gibt in HTML zahlreiche Tags mit unterschiedlichen Bedeutungen, zum Beispiel <h1> bis <h6> für Überschriften, <li> für Listeneinträge oder <table> für Tabellen.
Title-Attribut
Mit dem title-Attribut kann man fast alle HTML-Elemente mit ergänzenden Informationen belegen – zum Beispiel Grafiken, Links, Frames oder Formularfelder.
Title-Element
Das title-Element definiert die Überschrift einer Webseite, den Dokumenttitel. Dieser Titel wird in der Titelleiste des Browserfensters angezeigt. Aussagekräftige Dokumenttitel sind wichtig für die Orientierung, sie helfen bei der Auswahl und Unterscheidung von Webseiten.
Untertitel
geben einen gesprochenen Text, aber auch Geräusche wieder, so dass gehörlosen Menschen jener Teil, der nur akustisch erfassbar ist, zugänglich gemacht wird. Eine andere Möglichkeit ist das Dolmetschen in Gebärdensprache, die dem gehörlosen Publikum eine Rezeption in der Muttersprache bietet. Optional zuschaltbare Untertitel werden "geschlossene Untertitel“(Englisch: closed subtitles, Amerikanisch: closed caption) genannt.
Usability
Gebrauchstauglichkeit bezeichnet die Eignung eines Produktes bei der Nutzung durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Benutzungskontext, die vorgegebenen Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen. Sie ist damit eng verwandt mit der Benutzerfreundlichkeit (engl. User friendly), bildet dabei zunächst die Tauglichkeit, nicht aber die gesamte Nutzungserfahrung (engl. User Experience) ab.
User Generated Content
Der Begriff User Generated Content (auch als UGC abgekürzt) steht für Inhalte, die nicht von einem/einer AnbieterIn, sondern von den NutzerInnen eines Webangebotes er stellt werden. Beispiele sind Kommentarfunktionen in Weblogs oder Videoportale wie YouTube.
Validator
Der Validator ist ein Programm, das in XHTML oder HTML geschriebene Webseiten auf Einhaltung der geltenden Web-Standards überprüft. Es gibt sowohl Validatoren, die offline arbeiten, als auch Validatoren die Webseiten online überprüfen. Der bekannteste Validator für XHTML oder HTML ist der Markup Validation Service des W3C. Weitere Validatoren überprüfen die Gültigkeit von CSS-Dateien, wie z. B. der CSS-Validierungsservice des W3C.(validator.w3.org und jigsaw.w3.org/css-validator)
Validität
Valide (gültig), bedeutet dass die aktuellen Web-Standards des W3C für korrektes HTML beziehungsweise XHTML und CSS eingehalten werden.
W3C
Das World Wide Web Consortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem Mitgliedsorganisationen, ein fest angestelltes Team, und die Öffentlichkeit gemeinsam daran arbeiten, Web-Standards zu entwickeln. Ziel des W3C ist es, damit ein langfristiges Wachstum des Web zu sichern. (w3c.org)
WAI
Die Web Accessibility Initiative (WAI) des World Wide Web Consortiums (W3C) erarbeitet Richtlinien zur barrierefreien Gestaltung des Internets. Dazu zählen Empfehlungen für Autorenwerkzeuge (ATAG) und Benutzeragenten (UAAG) und vor allem die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG), die Standards für barrierefreies Programmieren von Inhalten im Web definieren.
WAI-ARIA
WAI-ARIA ist eine Spezifikation, die Hilfen anbietet Rollen, Zustände und Eigenschaften selbst entwickelter Widgets zu beschreiben, um sie so für Nutzer assistiver Technologien erkenn- und benutzbar zu machen. WAI-ARIA stellt ebenfalls Mechanismen zur Verfügung, um diese Nutzer auch auf Aktualisierungen des Inhaltes der Applikation hinzuweisen.
WCAG 1.0
Web Content Accessibility Guidelines, Zugänglichkeitsrichtlinien für das Internet http://www.w3.org/TR/WAI-WEBCONTENT/
WCAG 2.0
Web Content Accessibility Guidelines 2.0 Sie sind die Nachfolge-Richtlinien der WCAG 1.0 und wurden vor Kurzem veröffentlicht. Die wichtigen Teile der WCAG 1.0 behalten ihre Gültigkeit.
Web 2.0
Ein Begriff für eine Reihe interaktiver und kollaborativer Phänomene des Internets, speziell des WWW. Der Begriff wurde vermutlich von Tim O‘Reilly, dem Besitzer des gleichnamigen Verlags, geschaffen. Web 2.0 beschreibt auch die Umwandlung des Internets von einer mehr oder minder zusammenhanglosen Sammlung von Internetseiten hin zu einer vollständigen Computerplattform, die Anwendungen und Daten unterschiedlichster Art für die Benutzer bereitstellt. Eines von vielen charakteristisches Merkmalen des Web 2.0 sind Anwendungen, die Menschen und Inhalte miteinander vernetzen (Social Software).
Wireframe
ist eine schematische Darstellung eines sehr frühen konzeptuellen Prototypen einer Website. Hier werden die grundlegenden Elemente der Seite festgehalten, ein konzeptuelles Layout sollte erkennbar sein. Ein vollendetes Design ist nicht notwendig, es reicht aus, grafische Komponenten nur sehr rudimentär abzubilden, da es bei einem Wireframe in erster Linie um die Konzeption und nicht um das Design geht.
WYSIWYG
"What You See Is What You Get"-Editoren (WYSIWYG), wie zum Beispiel Dreamweaver oder Frontpage, die grafische Oberflächen zum Quelltext einer Webseite bieten.
ZoomText
ZoomText ist ein Bildschirmvergrösserungsprogramm der Firma Ai Squared (www.aisquared.com). ZoomText ist die am häufigsten verwendete Bildschirmvergrösserungssoftware weltweit.
Zugänglichkeit
Siehe Accessibility